Dein Hund zieht an der Leine?

Brauner Deutscher Schäferhund zieht an langer Leine in der Natur beim Wandern

Und wie und warum der traindee® (die 4-fach dehnbare Hundeleine gegen Ziehen) so effektiv ist und Ihr damit schnell und einfach Erfolg haben könnt.

Ein klassisches Thema aber mitunter auch ein extrem wichtiges für ein dauerhaft harmonisches Miteinander in der Mensch Hund Beziehung. Und auch hier haben wir sehr oft das Problem auf der Seite des Menschen liegen, zumindest ursprünglich, vom Hundehalter oft unbewusst erst so richtig ins Leben gerufen. Und nein, es ist nicht „eure Schuld“, ihr habt nichts „falsch gemacht“ oder könnt mit eurem „Hund nicht umgehen“, zumindest nicht bewusst, dazu aber später mehr.

Aber vorweg schonmal: keine Sorge, viele Herrchen und Frauchen kämpfen mit Hunden die ständig und oftmals auch sehr kräftig an der Leine ziehen und nichts scheint gegen dieses unerwünschte Verhalten zu helfen. Alle Trainingstipps wurden probiert, eine Hundeschule besucht, private Trainerstunden wurden genommen. Der Hoffnungsschimmer war da, kurz hat was funktioniert, doch das grundlegende Verhalten hat sich am Ende nicht geändert und der Hund zieht an der Leine und den Nerven wie gehabt. Ihr seid hier nicht allein, genug Menschen geht es mit ihren geliebten Vierbeinern so. Es kann nun mal nicht jeder den „perfekten Hund“ haben, der quasi von Haus aus so „funktioniert“, wie wir das gerne hätten. Das ist mit Kindern ja nicht anders, die können aber im Gegensatz zu unseren Hunden aber mit uns sprechen, was die Sache doch ungemein erleichtert.

Warum zerren eigentlich manche Hunde an der Leine? Bzw. ziehen ständig und sehr stark? Wie kann man es dem Hund abgewöhnen? Nun, das Leinegehen ist ja jetzt nichts, was einem „natürlichem“ Verhalten entsprechen würde, genauso wenig wie es das Tragen eines Maulkorbes ist. Aber wie auch der Mensch vieles an Natürlichkeit verloren hat und sich in einer Gesellschaft angepasst verhalten muss oder zumindest sollte, so ist der Haushund heute auch nicht mit einem wilden Tier oder Wolf mehr zu vergleichen. Viele unserer Verhaltensmuster sind aber in alten Teilen des Gehirns nach wie vor fest verankert und dies trifft auch auf den modernen Hund zu.

Wichtig ist die Beobachtung, wann genau euer Hund zieht. Das ist leider gar nicht so selbstverständlich wie es sein sollte und schnell wird zum Standardrepertoire des Hundetraining gegriffen und damit losgelegt und abtrainieren versucht.

Wenn Euer Hund nur in bestimmten Situationen an der Leine zieht, weil er z.B. wo hin will, dann könnt ihr hier sicher gut mit Konditionierungsmodellen arbeiten, auf die ich jetzt nicht genauer eingehen muss. Gleichzeitig aber besteht hier schon die Gefahr einer ungewollten Konditionierung aus der Ihr später vielleicht nicht mehr so einfach rauskommt was das Zugverhalten betrifft.

Zieht Euer Hund beim Spazierengehen oder wandern, weil er einfach Unmengen an Bewegungsenergie hat und diesem Bewegungsdrang auch nachkommen will, dann könnt ihr ihm das schlecht komplett verbieten, das wäre absolut kontraproduktiv und sicher nicht gesund. Versucht ihm so gut wie möglich und so oft und bald wie möglich die Chance zum Entdecken, Erschnüffeln und Auspowern zu geben. Achtet aber auch hier wieder darauf, nicht in eine ungewollte Konditionierung zu gelangen, die ein ursprünglich eher harmloses Zugverhalten an der Leine zu einem manifestierten Problem werden lässt.

Habt ihr das Problem des Leineziehens wirklich ständig und in jeder Lebenslage, dann bitte geht in Euch und überlegt, wie und wann es angefangen hat. Eventuell in einer der vorhergehend beschrieben Situationen?

Das was wir jetzt näher betrachten, ist die anfangs schon erwähnte unbeabsichtigte/ungewollte Konditionierung, also das ungewollte „aufbauen und wiederholen“ einer eigentlich unerwünschten Verhaltensweise – das Ziehen an der Hundeleine.

Was bedeutet das jetzt genau? – Ganz einfach:

In Eurer Hundeschule oder bei Eurer Hundetrainerin, werdet Ihr heute (hoffentlich) ohne Gewalt und mit positiver Verstärkung arbeiten, also Ihr werdet Euren Hund für erwünschtes Verhalten belohnen, durch Zuwendungen, Streicheleinheiten, Lob, Leckerli. Was bedeutet das, ganz einfach aufgeschlüsselt – euer Hund macht etwas was ihr gerne von ihm möchtet (z.B. Sitz) und ihr belohnt ihn dafür. So lernt der Hund auf angenehme Art und Weise mit euch zu „kooperieren“

Aber was, wenn es nicht das Leckerli als Belohnung ist (das muss es nämlich nicht ständig sein!), sondern z.B. Lob oder Streicheleinheiten? Was bedeutet Lob? – Richtig, Aufmerksamkeit! Aufmerksamkeit (Zuwendung, Reaktion, Spiel) gilt als eines der stärksten Verstärker in der Psychologie. Laut einer Studie (von der ich bei einem Seminar vor mittlerweile schon wieder 2 Jahren erfahren habe, Quelle müsste ich selbst erst erfragen) wirkt Aufmerksamkeit sogar stärker als die Belohnung über Futter (und hier habe ich selbst auch schon absolut gegenteileilige Erfahrungen gesammelt, allerdings mit richtigen „Spezialfällen“)

So viel zu Grundlage und Theorie. Wie fing das mit dem Ziehen bei eurem Hund an und wie habt ihr darauf reagiert? Wart ihr vielleicht verärgert, gestresst, hattet ihr schon schmerzen vom ständigen Ziehen in der Schulter, den Ellenbogen, den Handflächen? Seid ihr fast ausgerutscht, gestolpert weil euch euer Hund quer durch die Gegend zerrte?

Gut, wie habt ihr also darauf reagiert? Womöglich fluchend, schreiend, schimpfend? Und was bedeutete diese Reaktion auf das Ziehen dann für den Hund? Richtig! Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit als Reaktion auf das Zugverhalten des Hundes. Aufmerksamkeit in Form von Worten. Und ob Ihr jetzt fröhlich „super hast du das gemacht“ oder ärgerlich „schluss jetzt“ sagt, kann Euer Hund vom Inhalt her nicht unterscheiden, es bleibt eine Reaktion/Aufmerksamkeit. (Wenngleich der Hund natürlich die unterschiedlichen Emotionen wohl erkennen kann)

Ihr habt also das Leineziehen womöglich noch verstärkt und überhaupt erst konditioniert, „eintrainiert“. Und auch hier wieder gilt zu beachten, dass kann, muss aber nicht die konkrete Ursache im individuellen Fall darstellen.

Wichtig seid aber Ihr als Mensch der Faktor und auf den Menschen wird von vielen TrainerInnen oft gar nicht so viel Rücksicht mehr genommen, wenn dieser schlichtweg selbst überfordert und gestresst ist. In vielen Fällen geht es also in erster Linie darum, dem Menschen den Stress zu nehmen, den der ziehende Hund auf ihn ausübt. Hat der Mensch erst keinen Grund mehr, über das Ziehen and er Hundeleine sich zu ärgern, wird er auch mit den verstärkenden Signalen, durch seine Sprache als Ausdruck seines Ärgers, aufhören und somit aus dem „Teufelskreis“ ausbrechen können.

Genau das gelingt Euch sofort und stressfrei mit dem traindee® Ob als Expander zu Eurer Lieblingsleine, als Trainingsleine oder einfach für Wanderungen. Ihr bleibt einfach gelassen und habt somit die nötige Geduld und Gelassenheit für euren Hund!

Wie immer die Bitte ohne Gewalt und aversive Mittel (Schmerz, Schreck, etc.) zu arbeiten. Selbst ein Leinenruck ist sehr kontraproduktiv da er nachweislich die Lernfähigkeit des Hundes negativ beeinflusst und sich am Ende erst wieder dadurch womöglich bestärkt sieht.

Viel Erfolg und weiterhin alles Gute!

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