Mein Hund ist dominant – Deutsche Sprache schwere Sprache

Schwierige Kommunikation über Hundetraining und Verhalten. Deutsch ist eine schwere Sprache

Ein paar Feinheiten zur (sehr korrekt gesehen falschen) Aussage „mein Hund ist dominant“

Ich lese gerade wieder ein Buch, ein Hundebuch. Hundetraining. Ich nehme mir die Zeit mich weiterzubilden. Es ist ein fantastisches Buch, ich liebe es. Alle paar Seiten denke ich mir „Danke! Danke Danke Danke!“ immer und immer wieder machen mich die Autorinnen glücklich und ich merke, wie vielen engstirnig denkenden Menschen ich in diesem Bereich doch über den Weg gelaufen war die letzten Jahre.

Sachlich, fachlich, wissenschaftlich untermauert und dennoch immer wieder das gleichzeitige Relativieren und in Frage stellen. Auch selbstkritisches Bewusstsein, das manche Vergleiche nicht ganz so einfach zu ziehen sind und das es Ausnahmen gibt. Das nicht alles absolut gesehn werden kann. Das es Ausnahmen gibt, die einer nähren Betrachtung bedürfen.

Und genau deshalb machte es wohl „klick“ in meinem Kopf, dass die Aussage „mein Hund ist Dominant“ ja womöglich gar nicht so falsch ist. Weil ich das Buch und den (Schreib-) Stil der Autorinnen sehr schätze. Es ging (wieder einmal) darum, dass die Aussage „ein Hund sei dominant“ so nicht stimmt, da Dominanz immer nur zwischen zwei Akteuren auftritt.

Doch genau hier ist es doch womöglich vielmehr eine (korrekte) Abkürzung für unseren täglichen Sprachgebrauch. Denn meine ich nicht eigentlich ohnedies „Mein Hund zeigt in der Mehrheit der Fälle ein dominantes Verhalten anderen Hunden gegenüber“ wenn ich salopp sage „Mein Hund ist dominant“? Denn nur wenn mein Hund regelmäßig so ein Verhalten zeigt, wird mir überhaupt erst in den Sinn kommen, ihn (generell) als dominant zu bezeichnen.

Es ist mir einfach aufgefallen, da so oft bei Vorträgen darauf hingewiesen wird, das der Begriff der Dominanz nicht einfach auf „etwas“ angewandt werden darf sondern eben immer nur in Beziehung gesehen werden darf. Doch genau das tun wir doch eigentlich wie ich der Meinung bin. Vielleicht aber ist dem Laien der Begriff der Dominanz doch nicht ganz so (korrekt) geläufig, dann wäre es natürlich auch weiterhin wichtig, es (genau) zu erklären.

In dieser Betrachtung hier geht es aber um den Begriff der Dominanz beim Verhalten des Hundes und wie er korrekt zu verwenden bzw. zu interpretieren ist. Eine eher sprachliche Thematik.

Zum Thema 👉 Dominanz in der Hundeerziehung und im Hundetraining und wie der Begriff „Dominanz“ hier leider sehr oft und verallgemeinernd in ein rein schlechtes, neagtives Bild gedrückt wird, was eben unserer Sprache nicht korrekt entspricht, kommt ihr durch klicken auf den Link.

 

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